Deal Report: Nicht erfolgreich, weil ohne M+A-Berater

Unser letzter Deal Report des Jahres ist etwas Besonders, beschreibt er doch eine nicht sonderlich gelungene Unternehmenstransaktion. Er ist umso lehrreicher, denn es ist ein klassischer Fehler passiert, den schon der con|cess-„Ratgeber Unternehmensverkauf“ (https://www.concess.de/news-service/buchbestellung) ausführlich beschreibt und der leider immer wieder vorkommt: Mancher erfolgreiche Unternehmer glaubt, er könne die Transaktion seines Unternehmens „wuppen“, wie er auch im Tagesgeschäft besteht.

Im aktuellen Fall hatte der Geschäftsführer einer Holding-Gesellschaft im Rhein-Neckar-Raum den Kaiserslauterer con|cess M+A-Partner Reinhard Scheiba für den Verkauf einer Gebäudereinigungsfirma mit zwölf fest angestellten Mitarbeitern beauftragt. Ein solventer MBI-Kandidat war schnell gefunden und machte ein nach Scheibas Einschätzung sehr ordentliches Angebot mit der Bedingung einer Due Diligence. Diese gehört üblicherweise zum Transaktionsprozess, damit der Käufer sicher sein kann, dass das Vereinbarte auch rechtlich Bestand hat. Der Verkäufer hielt diese für unnötig, weigerte sich, der Käufer sprang ab. Mit der professionellen, vielköpfigen Mannschaft eines neu vorgestellten Kaufinteressenten setzte sich der Verkäufer gleich alleine an den Verhandlungstisch. Nach fast einem Dutzend Gesprächsrunden – üblich sind drei bis vier – kommt es zu einem Vertrag, dem ein con|cess M+A-Partner nicht zugestimmt hätte. Im Ergebnis erhält der Verkäufer nicht einmal ein Viertel des Angebotes des ersten Kaufinteressenten für sein Unternehmen. Merke: Ohne versierten M+A-Berater verkauft sich ein Unternehmen schlecht.