Firmenverkauf in der Schweiz

Stefan Saner von Saner Consulting

concess: Herr Saner, viele Unternehmer beschäftigen sich aktuell mit dem Thema Firmenverkauf. Wie beurteilen Sie die Marktlage in der Schweiz?

Stefan Saner:
Wer heute eine Firma verkaufen möchte, trifft auf einen deutlich anspruchsvolleren Markt als noch vor einigen Jahren. Käufer prüfen intensiver, Prozesse dauern länger und die Strukturierung von Transaktionen ist komplexer geworden. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach gut positionierten Schweizer KMU – insbesondere aus dem DACH-Raum – hoch. Für Eigentümer ergeben sich also weiterhin attraktive Chancen, sofern der Verkaufsprozess professionell vorbereitet wird.

concess: Käufer agieren vorsichtiger – aber nicht zurückhaltend. Worin zeigt sich diese erhöhte Vorsicht auf Käuferseite konkret?

Stefan Saner:
Wir sehen vor allem drei Entwicklungen. Erstens werden Due-Diligence-Prozesse deutlich gründlicher. Käufer möchten das Management oft schon vor der formellen Prüfung kennenlernen, um kritische Punkte früh zu identifizieren. Wer seine Firma verkaufen will, muss daher sehr früh Transparenz schaffen.

Zweitens gewinnen flexible Preisstrukturen an Bedeutung. Earn-outs, Verkäuferdarlehen oder gestaffelte Kaufpreise werden häufiger eingesetzt, um Bewertungsunterschiede auszugleichen.

Und drittens spielt die Absicherung über M&A-Versicherungen eine immer grössere Rolle. Warranty-&-Indemnity-Versicherungen sind inzwischen auch bei KMU-Transaktionen etabliert und erhöhen die Deal-Sicherheit für beide Seiten.

concess: Attraktive Unternehmen sind natürlich immer gefragt - aber gibt es Branchen oder Unternehmensprofile, die derzeit besonders gefragt sind?

Stefan Saner:
Ja, klar. Unternehmen mit einer klaren Marktposition in spezialisierten, technologiegetriebenen Nichen sind weiterhin sehr attraktiv. Dazu zählen etwa Firmen aus den Bereichen Automation, Sensorik oder Maschinenbau mit eigener Technologie oder IP.
Solche Unternehmen gelten als resilient, international skalierbar und strategisch interessant – sowohl für industrielle Käufer als auch für Finanzinvestoren. Eigentümer, die ihre Firma verkaufen, profitieren hier von einer konstant hohen Nachfrage.

concess: Derzeit treffen hohe Bewertungen auf strengere Finanzierungsbedingungen. Wie wirken sich hohe Bewertungen und das aktuelle Zinsumfeld auf Transaktionen aus?

Stefan Saner:
Hohe Bewertungen sind nach wie vor realisierbar, werden aber häufiger über Earn-outs oder andere variable Komponenten strukturiert. Das erlaubt Verkäufern attraktive Gesamtpreise, während Käufer Risiken besser steuern können.
Gleichzeitig dauern Finanzierungsprozesse länger. Banken agieren vorsichtiger, was eine sehr saubere Vorbereitung voraussetzt. Wer seine Firma verkaufen möchte, sollte diese verlängerten Zeitachsen unbedingt einplanen.

concess: Welche Rolle spielen grenzüberschreitende Transaktionen? SInd also internationale Käufer wichtige Treiber?

Stefan Saner:
Internationale Käufer prägen den europäischen KMU-Markt zunehmend. Schweizer Unternehmen sind vor allem dann interessant, wenn sie Zugang zu neuen Märkten, technologische Ergänzungen oder Skaleneffekte ermöglichen. Trotz höherer Bewertungen und Wechselkurse bleibt die Schweiz ein attraktiver Zielmarkt.

concess: Was ist aus Ihrer Sicht der wichtigste Erfolgsfaktor beim Firmenverkauf?

Stefan Saner:
Der Verkauf einer Firma ist komplexer geworden, aber die Chancen für qualitativ starke KMU sind sehr gut. Entscheidend sind eine realistische Bewertung, eine klare Positionierung und eine strukturierte Prozessführung.

Fazit: Firmenverkauf braucht Struktur und Erfahrung
Eine professionelle Begleitung beim Firma verkaufen in der Schweiz hilft Eigentümern, Risiken zu reduzieren und den Unternehmenswert optimal zu realisieren.
Genau hier setzen wir bei saner consulting an – mit Fokus auf Struktur, Diskretion und nachhaltige Ergebnisse.